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Genre: Electro, Punk
Unsere moderne Welt der ständigen Kommunikation und Informationsübermittlung, mit der Mediengesellschaft als paradigmatischem Auswuchs, ist eine Welt voll von Codes und Zeichen. Um sich darin zurecht zu finden, braucht es sichere Hirten, um mit einem biblischen Bild zu sprechen. Gut, dass Florian Zwietnig und Gerald Mandl 2001 die Mediengruppe Telekommander gründen und versprechen, etwas Ordnung ins Informationsdurcheinander zu bringen.
Die besten Voraussetzungen bringt das deutsch-österreichische Duo auf alle Fälle mit. Zwietnig, aufgewachsen in München, studiert Psychologie und arbeitet nebenbei in einer Internetagentur. Mandl, bei Salzburg geboren, zieht es zunächst auch an die Universität, wo er sich für Kommunikations- und Literaturwissenschaften einschreibt. Später folgt noch ein Intermezzo am Elektroakustischen Institut in Wien. Medienkompetenz kann dem Duo also durchaus attestiert werden.
Irgendwo auf der Zugstrecke zwischen Berlin und Salzburg lassen sich die Wurzeln der Mediengruppe Telekommander verorten. 1998 treffen sich Florian Zwietnig und Gerald Mandl auf der Fahrt zwischen selbigen Städten, plauschen über ihre gemeinsame Leidenschaft für Indierock, Hip Hop und elektronische Musik. Kurz darauf ziehen beide nach Berlin und beginnen gemeinsam an ersten Sounds zu tüfteln. Doch die Wege der beiden trennen sich schnell wieder. Mandl geht nach Wien, Zwietnig bleibt in Berlin.
Was bei vielen Bandprojekten zweifellos das Ende herbeiführen würde, stört Mandl und Zwietnig nicht im geringsten. Trotz räumlicher Trennung starten sie voll durch. Neben ersten Sounddesigns für Kurzfilme und Videoinstallationen nimmt die Idee einer Mediengruppe Telekommander, in der verschiedene Medienkünstler aufgehen sollen, vorsichtig Gestalt an.
2001 steht der erste Mediengruppe Telekommander Track "Fraun sind besser". Positives Feedback von Freunden und Bekannten ermutigt die Mediengruppe, ein Demo zu produzieren und ein Live-Konzept auszuarbeiten. Mit dem Produzenten Christian Harder und der Grafik-Designerin Ella Hering ist das Line-Up der Mediengruppe Telekommander schließlich perfekt. Das Hamburger Label Enduro, durch das Demo auf die Mediengruppe Telekommander aufmerksam geworden, veröffentlicht im Dezember 2002 die erste EP.
Die fünf Tracks verkaufen sich prächtig und verschaffen der Mediengruppe Telekommander zahlreiche Liveauftritte. Im September 2003 legen sie mit ihrer zweiten EP nach und vermarkten sich erfolgreich in mp3-Börsen. Der Electro-Punk-Song "Kommanda" bringt für die Band den Durchbruch. Mute-Chef Daniel Miller lässt sich ebenfalls gerne "telekommandieren" und veröffentlicht im Mai 2004 das Debütalbum "Die ganze Kraft einer Kultur", mit zehn musikalischen Orientierungshilfen für den Mediendschungel.
Zwei Jahre später: zweites Album. "Die singen ja wie die deutschen Beastie Boys", rappt das Duo auf "Näher Am Menschen" über sich selbst. Stimmt. Auch diesmal setzt es Medien- und Konsumkritik en masse, ohne dass sich die Kommandanten selbst aussparen. Augenzwinkernd, ironisch und mitten in die Wunden, die unter der Lifestyle-Prothese klaffen. "Sicher und sparsam im Regelbruch-Traum / Dann baden gehen im Genügsamkeitsschaum." Im Sommer 2006 geht das Technodisko-Fiasko dann auf ausgiebige Deutschland-Tournee.
www.mediengruppe-telekommander.de
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Hummmel
hummmel -hochgelobt von zündfunk bis musikexpress- fliegen nun seit 2
sommmern beharrlich vorwärts und beglücken uns mit betörendem minimal
postcore dargeboten mit bass drumms und rechner an dem steve albini
seine wahre freude hätte.
Die schmalen, monolithischen Oeuvres sind meist die mit der größten
Wucht. Hummmel sind in dieser Hinsicht eine veritable Wuchtbrumme. Der
Name des Duos sagt bereits alles. Er ist Konzept, Botschaft und
lautmalerische Synopsis der Musik: Hier wird gehummmelt. Von Anfang
bis Ende, von einzelnen Textfetzen (Zitat: "hummmel hummmel hum humm")
bis zum nervösen No-Means-No-Bass und dem Helmet-Geschepper des
Schlagzeugs. (intro)
bzzzzzzzzzzzzzzz______________Z
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