
Zwischenstatement
Liebe DEMM-, Backstage- und Taake-Fans,
wie Ihr alle wisst, achten wir bei der Planung unserer Konzerte immer und sehr genau darauf, dass keine Bands auftreten, die rassistische, extremistische oder antisemitische Positionen vertreten oder mit derartigen Aktionen auffällig geworden sind. Daher beschäftigen wir uns schon lange und intensiv mit den Vorwürfen zur Band Taake. Bereits 2018 waren Taake zu Gast beim DEMM, Absageforderungen oder Kritik gab es damals im Übrigen von keiner Seite.
Wie viele andere VeranstalterInnen (darunter das Partysan- und Brutal Assault-Festival, Völschow Berg Demmin, Norwegian Hellcamp in Schweinfurt, wo ein Antrag gegen Taake wegen falscher Anschuldigungen zurückgezogen wurde,) kamen auch wir jetzt nach erneuter Prüfung zu dem Ergebnis, dass die Distanzierungen und Erklärungen zu dem Vorfall 2007 sowie den anderen, mittlerweile über 13 Jahre alten Vorwürfen glaubwürdig und nachvollziehbar sind. Neue Vorwürfe sind uns nicht bekannt, ebenso ist die Band in ihrer Geschichte weder politisch aktiv oder auffällig gewesen. Unten findet Ihr auch Links zu Interviews mit dem Sänger Ørjan Stedjeberg, in denen er zu den Vorwürfen Stellung bezieht.
Wir betonen an dieser Stelle, dass wir aktuell noch immer im intensiven Austausch mit Experten aus der Szene und der Band stehen. Aufgrund der großen und vorbildlichen Kooperationsbereitschaft der Band liegt uns auch ein neues Statement des Sängers vor, in dem er nochmals klar jeden Verdacht des Antisemitismus und Rechtsradikalismus glaubhaft ausräumt. Vermutlich wird nächste Woche ein ausführliches Interview auf metal1.info mit Ørjan Stedjeberg erscheinen, wo er dazu Stellung beziehen wird.
Wir sehen bislang keinen Widerspruch zu den Grundsätzen des Backstage und stehen zu unserem Ansatz, Menschen eine zweite Chance zu geben, sofern sie sich tatsächlich von ihren vergangenen Fehlern glaubwürdig distanzieren, wie wir das bei Taake annehmen. Es versteht sich aufgrund der Geschichte unseres Landes und der aktuellen politischen Situation von selbst, dass wir bei Vorwürfen des Antisemitismus besonders sensibel agieren. Sollten neue Vorwürfe gegen Taake auftauchen, werden wir diese umgehend prüfen und die entsprechend notwendigen Konsequenzen ziehen.
Es ist unser aller Verantwortung, sich klar gegen jede Form des Antisemitismus auszusprechen, nicht nur um die jüdischen MitbürgerInnen aufgrund unserer historischen Verantwortung zu schützen, sondern auch Euch, die Fans und die gesamte Metalszene. Wir wollen keinesfalls riskieren, dass wegen einer Band das gesamte Festival oder Ihr, die Fans, zu Unrecht als antisemitisch gebrandmarkt werdet. Das schadet uns allen und öffnet nur die Tore für Antisemiten und Hetzer jeder Art wie bspw. der Fall „Gil Ofarim“ gezeigt hat. Unsere Tore stehen für Diskussionen jederzeit offen, um genau diese Szenarien zu verhindern und Extremismus jeder Art zu bekämpfen. Leider wird dieses Angebot immer wieder von den
https://www.nordkurier.de/regional/demmin/umstrittene-band-taake-lasst-demmin-beben-1180112 https://in-und-um-schweinfurt.de/2014/09/17/rechtsextreme-bands-in-der-schweinfurter-stadthalledie-spd-stellt-einen-dringlichkeitsantrag/ KritikerInnen ausgeschlagen, was wir sehr bedauern und deutlich zeigt, dass es manchen AktivistInnen nicht um inhaltliche Auseinandersetzungen geht.
Wir informieren Euch wieder, sobald es Neuigkeiten gibt oder wir zu einem anderen Ergebnis gekommen sind. Bleibt kritisch, diskussionsfreudig und demokratisch!
Euer DEMM- und Backstage-Team
Statement von Taake: https://www.facebook.com/taakeofficial/posts/1723116881088879
Interview Metalinsider: https://metalinsider.net/interviews/exclusive-jeff-podoshen-interviews-hoestof-taake
Interview Rock Hard 2009: https://www.rockhard.de/stories/taake-ich-distanziere-mich-von-der-naziszene In der METAL HAMMER Ausgabe vom DEZEMBER 2008
Metal1.info: Interview mit Ørjan „Hoest“ Stedjeberg von Taake
Englische Version
TAAKE hat auch eine neue Show angekündigt: TAAKE live in TEL AVIV (2024)
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